Glückliche Tage

Gastspiel von Ensemble Juvavum

von Samuel Beckett

Zwei Menschen in einer wüsten Landschaft. Die Sonne gleißt unerbittlich. Winnie steckt in einem Erdhügel, man sieht nur noch Oberkörper und Arme. Unterhalb in einem Loch wohnt Willie. Er kann nur noch kriechen und Winnie ist für ihn nicht mehr erreichbar. Das Paar befindet sich in der Endphase seiner Beziehung. Während Willie das Schweigen gewählt hat, plaudert Winnie fast ununterbrochen und glaubt noch immer, Willie könne ohne sie nicht leben. Winnie bemüht sich um die Pflege des übriggebliebenen Oberkörpers - doch Sexualität bleibt ohne Unterleib unmöglich. Selbst als sie im zweiten Akt bis zum Kinn im Hügel versunken ist und Willie gänzlich aus ihrem Sichtfeld verschwunden, versucht sie noch das Beste aus ihrer Situation zu machen. Genau in diesem Moment erwacht eine letzte erotische Aufwallung in Willie - er erscheint in mondäner Kleidung und versucht den Hügel zu erklimmen. Sein letzter kläglicher Annäherungsversuch macht den Tag für Winnie zu einem glücklichen Tag. 

 

Samuel Beckett, irischer Autor, lebte von 1906 bis 1986 hauptsächlich in Irland und Frankreich, in Deutschland inszeniert er unter anderem Endspiel am Schillertheater Berlin. 1969 wird sein Schaffen mit dem Nobelpreis für Literatur geehrt. Er begegnet der Absurdität des Daseins mit absurdem Theater, das Handlung durch die Parodie einer Handlung und groteske Komik ersetzt.  

Darsteller

Winnie: Cristina Ablinger

Willie: Christian Genzel

 

Regie: Nicholas Monu

Regieassistenz und Dramaturgie: Franz Jäger

Produktionsleitung: Elisabeth Buggenig

Ausstattung: Simone Monu