HERZZEIT

Dieses gegenseitige Übersichhinausgreifen oder der Steckkontakt für dein Bügeleisen steckt in der Lampe

Lesung mit Monica Anna Cammerlander und Dirk Warme

Musik von J.S. Bach und Milan Stojkovic

Am Klavier: Milan Stojkovic

Kinder Ihrer Zeit!

Im Mai 1948 lernen sich Ingeborg Bachmann und Paul Celan im Nachkriegswien kennen. Ingeborg studiert dort Philosophie, Paul wird kurz darauf, Ende Juni, nach Paris gehen. Ihr Briefwechsel setzt ein, zuerst zögernd, dann mit wechselnder Intensität. Dieser Briefwechsel gibt uns Einblick in das Leben zweier Menschen, in Alltägliches, Hochintellektuelles und einzigartig Individuelles. Er gibt uns aber vor allem einen Einblick in eine Liebe die tief geht, erfüllend ist und zerstörerisch zugleich. Die beiden Liebenden sind eine Frau und ein Mann, hoffnungsvoll, verletzlich und manchmal naiv, aber auch zwei Menschen mit sehr verschiedenen Lebensentwürfen, hohen Maßstäben und ausgeprägter Konsequenz im Leben und in ihrer Arbeit. Dieser Einblick ist nur schlaglichtartig, fragmentarisch aber vielleicht gerade deshalb so nachvollziehbar.

Man braucht sehr viel Mut um eine große Liebe zu leben, beide wollen in jeder Hinsicht sie selbst bleiben und als solche geliebt werden, sie wollen wachsen und in dieses Leben hineinpassen, sie stehen sich selbst im Weg und scheitern, stehen wieder auf und versuchen sich zu verstehen, sie laufen vor sich weg und landen doch wieder bei sich, es ist ein Ringen um Freundschaft oder um wenigstens irgendeine Beziehung.

Auf diesem Weg dürfen wir beide begleiten und bei allen Leerstellen, ein Briefwechsel kann keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben, ist doch erlebbar mit welcher Intensität sich diese beiden Menschen verständlich machen wollen, wie sich ihr momentanes Gefühlsleben in ihren Gedichten wieder spiegelt, wie jeder Mensch einzigartig ist und genauso jede Liebe.

 

Vorstellungen Herzzeit | Zu Gast im OFF

Herzzeit - dieses gegenseitige Übersichhinausgreifen oder der Steckkontakt für Dein Bügeleisen steckt in der Lampe

Lesung mit Monica Anna Cammerlander und Dirk Warme

Briefe und Gedichte von Ingeborg Bachmann & Paul Celan

Kinder Ihrer Zeit! Im Mai 1948 lernen sich Ingeborg Bachmann und Paul Celan im Nachkriegswien kennen. Ingeborg studiert dort Philosophie, Paul wird kurz darauf, Ende Juni, nach Paris gehen. Ihr Briefwechsel setzt ein, zuerst zögernd, dann mit wechselnder Intensität. Dieser Briefwechsel gibt uns Einblick in das Leben zweier Menschen, in Alltägliches, Hochintellektuelles und einzigartig Individuelles. Er gibt uns aber vor allem einen Einblick in eine Liebe die tief geht, erfüllend ist und zerstörerisch zugleich. Die beiden Liebenden sind eine Frau und ein Mann, hoffnungsvoll, verletzlich und manchmal naiv, aber auch zwei Menschen mit sehr verschiedenen Lebensentwürfen, hohen Maßstäben und ausgeprägter Konsequenz im Leben und in ihrer Arbeit. Dieser Einblick ist nur schlaglichtartig, fragmentarisch aber vielleicht gerade deshalb so nachvollziehbar.

Man braucht sehr viel Mut um eine große Liebe zu leben, beide wollen in jeder Hinsicht sie selbst bleiben und als solche geliebt werden, sie wollen wachsen und in dieses Leben hineinpassen, sie stehen sich selbst im Weg und scheitern, stehen wieder auf und versuchen sich zu verstehen, sie laufen vor sich weg und landen doch wieder bei sich, es ist ein Ringen um Freundschaft oder um wenigstens irgendeine Beziehung.

Auf diesem Weg dürfen wir beide begleiten und bei allen Leerstellen, ein Briefwechsel kann keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben, ist doch erlebbar mit welcher Intensität sich diese beiden Menschen verständlich machen wollen, wie sich ihr momentanes Gefühlsleben in ihren Gedichten wieder spiegelt, wie jeder Mensch einzigartig ist und genauso jede Liebe.