Zwei Menschen. Eine Frau und ein Mann. Zwei voneinander unabhängige, völlig isolierte, vermutlich ausweglose Situation. Draußen die Gesellschaft, die man so nicht will. Drinnen ungehörte Monologe, messerscharfe Gedanken und Wut, viel Wut.

Ausgehend von Dostojewskis Aufzeichnungen aus dem Kellerloch, diversen Texten von und über Ulrike Meinhof sowie im Probenprozess selbst entwickeltem Text- und Ausdrucksmaterial werden zwei Kellermenschen skizziert, die mehr oder weniger freiwillig ihren Rückzug in den Untergrund gewählt haben. Beide geben der Gesellschaft Schuld an ihrem Scheitern, an ihrer Einsamkeit, an ihren missglückten Leben. Einerseits kämpfen sie für die Ideale und sehnen sich nach Liebe, andererseits haben sie es nicht fertiggebracht, ihre Ängste und Aggressionen zu kanalisieren.